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Altbausanierung

Altbausanierung in Koblenz und Umgebung

Koblenz hat viel Bestand aus Gründerzeit und Nachkriegsjahren – und der bringt eigene Regeln mit. Schiefe Wände, schwingende Holzbalkendecken, unbekannte Untergründe: Was im Neubau Routine ist, wird hier zur Einzelfallentscheidung.

Wir modernisieren Bestandsgebäude mit Trockenbau – begradigen, dämmen, neu aufteilen. Innendämmung führen wir selbst aus, inklusive luftdichter Ebene. Und wir sagen vorher, wo sich etwas erst beim Öffnen zeigen wird.

Was im Altbau anders ist

Im Neubau ist alles im Lot. Im Altbau gilt das für fast nichts – und das ist keine Klage, sondern der Ausgangspunkt jeder Planung.

Genau hier spielt Trockenbau seine Stärke aus: Statt mühsam auszugleichen, setzen wir eine neue, exakte Ebene davor – und was dahinter schief ist, bleibt dort und stört niemanden mehr.

Schiefe Wände begradigen

Eine neue, gerade Ebene vor der alten Wand

Eine Vorsatzschale ist im Altbau oft die wirtschaftlichste Lösung. Sie wird vor die bestehende Wand gesetzt, exakt ausgerichtet und beplankt. Sie verlieren wenige Zentimeter Raumtiefe und bekommen dafür eine Fläche, an der Schränke bündig stehen und Fußleisten ohne Spalt anschließen.

Platz für Leitungen und Dämmung

Der Hohlraum dahinter lässt sich gleich mitnutzen: für neue Elektroleitungen, für Heizungsrohre oder für Dämmung.

Innendämmung: wann sie geht und wann nicht

Innendämmung: der Punkt, an dem man nicht raten darf

Wenn außen nicht gedämmt werden kann – wegen einer Fachwerkfassade, wegen Denkmalschutz, wegen der Nachbarbebauung – bleibt die Dämmung von innen. Sie funktioniert, aber sie verzeiht keine Fehler.

Der Grund ist bauphysikalisch: Innendämmung verschiebt den Taupunkt. Die Außenwand wird kälter als vorher, weil die Raumwärme sie nicht mehr erreicht. Gelangt feuchte Raumluft in oder hinter die Dämmung, kondensiert sie dort – und in einer Konstruktion, die nicht abtrocknen kann, entsteht Schimmel. Oft erst nach dem zweiten oder dritten Winter, und dann hinter der Verkleidung, wo man ihn nicht sieht.

Deshalb ist Innendämmung nichts, was man nach Gefühl aufbaut. Aufbau, Dämmstoffdicke und die Frage, ob eine Dampfbremse nötig ist oder ein kapillaraktives System besser passt, gehören rechnerisch geprüft.

Die Ausführung machen wir selbst – Dämmung, Dampfbremse, luftdichte Anschlüsse und Beplankung kommen aus einer Hand. Bei der Berechnung arbeiten wir mit Energieberatern zusammen, damit feststeht, welcher Aufbau bauphysikalisch trägt, bevor die erste Platte hängt. Diese Trennung ist Absicht: Rechnen ist Sache des Fachplaners, sauber bauen unsere – und beides muss stimmen, sonst wird die Dämmung in fünf Jahren zum Schadensfall.

Zwei Wege, die funktionieren

Kapillaraktive Platten wie Calciumsilikat nehmen anfallende Feuchte auf und geben sie wieder ab; sie kommen ohne Dampfbremse aus und eignen sich für Wände, die atmen sollen. Die Alternative ist ein gedämmtes Ständerwerk mit durchgehender, sauber verklebter Dampfbremse – wirksamer beim Dämmwert, aber unerbittlich gegenüber jeder undichten Stelle.

Was dagegen spricht

Innendämmung kostet Raumtiefe, sie entschärft Wärmebrücken an einbindenden Innenwänden und Decken nicht, und sie ist aufwendiger als eine Dämmung von außen. Wo außen gedämmt werden kann, raten wir dazu. Wir sagen das auch dann, wenn es den kleineren Auftrag bedeutet.

Alte Decken

Holzbalkendecken sind im Altbau der Regelfall – und meist gleich mehrfach ein Thema: Sie sind uneben, sie schwingen, sie leiten Trittschall, und sie erfüllen selten heutige Brandschutzanforderungen.

Abgehängte Decke unter der Holzbalkendecke

Eine abgehängte Decke löst mehrere dieser Punkte auf einmal: eine gerade Fläche, gedämmter Hohlraum gegen Trittschall, Platz für Leitungen und auf Wunsch eine Ausführung mit Feuerwiderstand.

Befestigung an einer schwingenden Decke

Wichtig ist die Befestigung: An einer schwingenden Holzbalkendecke gehört die Unterkonstruktion so aufgehängt, dass sich Bewegungen nicht in die neue Fläche fortsetzen – sonst zeigen sich nach dem ersten Winter Risse in den Fugen.

Fertiger Flur mit neuen Trockenbauwänden und Türöffnungen
Aus einer offenen Fläche entstehen abgetrennte Räume: neue Trennwände mit Türöffnungen, verspachtelt und gestrichen. Ohne Nassarbeiten und ohne Eingriff in die Statik.

Neue Raumaufteilung

Grundriss ändern, ohne die Statik anzurühren

Altbaugrundrisse passen oft nicht mehr zu heutigem Wohnen: große Durchgangszimmer, kein eigenes Bad, keine offene Küche. Mit Trockenbau lässt sich das umbauen, ohne die Statik anzurühren – nichttragende Wände raus, neue Trennwände rein, alles ohne Nassarbeiten und ohne monatelange Baustelle.

Leitungen, Schallschutz und Vorwandinstallation

Was Sie dabei mitnehmen sollten: neue Elektroleitungen, Schallschutz zwischen den neuen Räumen und Vorwandinstallationen für Bad oder Gäste-WC.

Wie wir vorgehen

Bei Altbauprojekten beginnen wir mit einer gründlichen Bestandsaufnahme. Wir messen auf, klopfen ab, schauen uns Decken und Anschlüsse an. Erst danach entsteht ein Angebot – und in dem steht auch, welche Punkte sich vor dem Öffnen nicht abschließend beurteilen lassen.

Diese Ehrlichkeit ist im Altbau wichtiger als anderswo. Wer hier einen Festpreis nennt, ohne die Wand geöffnet zu haben, hat entweder großzügig aufgeschlagen oder wird nachfordern. Wir sagen lieber vorher, wo die Unsicherheit liegt. Mehr dazu auf unserer Seite zu den Kostenfaktoren.

Bei größeren Sanierungen fangen wir nicht bei der neuen Wand an, sondern mit der Entkernung: alte Verkleidungen, Bodenaufbauten und nicht tragende Wände raus, bis der Bestand sichtbar ist. Erst dann lässt sich seriös sagen, was die neue Aufteilung kostet – vorher ist jede Zahl geraten.

Wir sehen uns Ihren Bestand an

Kostenlose Bestandsaufnahme in Koblenz und Umkreis – mit ehrlicher Einschätzung, was machbar ist und wo Unsicherheiten liegen.

Beratung vereinbaren 0261 – 92163506

Häufige Fragen

Ja, wenn außen nicht gedämmt werden kann und der Aufbau rechnerisch geprüft ist. Sie verschiebt den Taupunkt nach innen - ohne fachgerechte Planung droht Feuchtigkeit in der Konstruktion und damit Schimmel hinter der Verkleidung. Die Ausführung übernehmen wir komplett selbst, inklusive Dampfbremse und luftdichter Anschlüsse. Für die Berechnung des Aufbaus arbeiten wir mit Energieberatern zusammen.

In der Regel nicht. Eine Vorsatzschale wird davorgesetzt und exakt ausgerichtet. Sie kostet wenige Zentimeter Raumtiefe, spart aber das Abschlagen, den Bauschutt und die anschließende Putzarbeit - und der Hohlraum lässt sich für Leitungen oder Dämmung nutzen.

Eine abgehängte Decke mit gedämmtem Hohlraum und federnder Aufhängung bringt eine spürbare Verbesserung. Wirksamer wäre ein Aufbau auf der Oberseite, aber den hat man als Bewohner der unteren Wohnung meist nicht in der Hand.

Nichttragende Wände ja. Ob eine Wand tragend ist, muss vorher geklärt werden - im Zweifel durch einen Statiker. Bei alten Gebäuden ist das nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, und ein Irrtum ist hier teuer.

Weil sich manches erst beim Öffnen zeigt: der Zustand des Bestands, die Lage alter Leitungen, verdeckte Feuchtigkeit. Wir nennen im Angebot ausdrücklich, welche Punkte offen sind, statt einen Preis zu nennen, den wir später korrigieren müssen.

Meist nicht - weder bei der Dämmung noch beim Brandschutz. Beim Ausbau eines Dachgeschosses zu Wohnraum ändern sich die Anforderungen, und die vorhandene Sparrentiefe reicht oft nicht aus. Das schauen wir uns beim Ortstermin an.

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