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Dachausbau

Dachausbau in Koblenz und Umgebung

Unter dem Dach liegt in den meisten Häusern die günstigste Wohnfläche, die noch zu haben ist – ohne Anbau, ohne Grundstück, ohne Umzug. Aus einem Speicher wird ein Kinderzimmer, ein Arbeitszimmer oder eine komplette Wohnebene.

Entscheidend ist, was hinter der fertigen Fläche steckt: Dämmung, luftdichte Dampfbremse und sauber ausgeführte Anschlüsse. Genau dort entscheidet sich, ob der Raum in zwanzig Jahren noch trocken und im Sommer bewohnbar ist.

Was beim Dachausbau tatsächlich passiert

Von außen sieht man am Ende nur eine glatte, weiße Dachschräge. Dahinter liegen mehrere Schichten, die alle ihre Aufgabe haben – und von denen jede einzelne falsch ausgeführt sein kann, ohne dass man es zunächst merkt.

Der Aufbau von außen nach innen:

Die Schicht, an der alles hängt: die Dampfbremse.

Warme Raumluft enthält Feuchtigkeit. Gelangt sie in die Dämmung, kühlt sie dort ab, und das Wasser fällt aus. In einem Dach, das monatelang nicht abtrocknen kann, endet das in durchfeuchteter Dämmung, Schimmel und im schlimmsten Fall in geschädigtem Sparrenholz.

Deshalb wird die Dampfbremse nicht nur verlegt, sondern luftdicht verklebt – Stöße mit Systemklebeband, Anschlüsse an Wände, Drempel und Trennwände mit Dichtstoff. Jede Steckdose, jedes Rohr, jeder Nagel ist eine potenzielle Leckage.

Das ist die Arbeit, die man am Ende nicht sieht und an der man nicht sparen sollte. Ein Dachausbau mit schlecht ausgeführter Luftdichtheitsebene ist kein günstiger Dachausbau – er ist ein teurer Schaden mit Verzögerung.

Welcher Dämmstandard – und was das für den Aufbau bedeutet

Hier gibt es zwei verschiedene Schwellen, die häufig durcheinandergeraten.

Die gesetzliche Anforderung. Wird ein Dachgeschoss zu Wohnraum ausgebaut oder die Dachfläche saniert, schreibt das Gebäudeenergiegesetz einen Mindestwert vor. Den muss der Aufbau erfüllen – daran führt kein Weg vorbei.

Die Förderschwelle. Wer öffentliche Förderung für die Dämmmaßnahme in Anspruch nehmen will, muss deutlich besser sein als das gesetzliche Minimum. Der Wert, um den es dabei bei Dachflächen geht, liegt bei 0,14 W/(m²K). Das ist der Grund, warum diese Zahl in Angeboten immer wieder auftaucht – sie ist kein Komfortwert, sondern eine Förderbedingung.

Welche Programme aktuell gelten, welche Nachweise nötig sind und ob sich das für Ihr Vorhaben rechnet, klären Sie am besten mit einem Energieberater. Das ist dessen Fachgebiet, nicht unseres – wir bauen den Aufbau, der dabei herauskommt.

Was der Dämmstandard baulich bedeutet: Müssen die Sparren aufgedoppelt werden?

Je höher der geforderte Standard, desto mehr Dämmstoff muss untergebracht werden. Und der braucht Platz – Platz, den viele ältere Dächer nicht haben. Sparren aus den Sechzigern oder Siebzigern sind oft deutlich schlanker als das, was heute nötig wäre.

Dann gibt es zwei Wege. Wir können die Sparren aufdoppeln – also mit zusätzlichem Holz aufständern, in der Regel um 8 bis 10 Zentimeter. Oder wir arbeiten mit einer stärkeren Untersparrendämmung, die es je nach System von 20 bis 60 Millimetern gibt.

Raumhöhe kostet beides, denn beides baut nach innen auf. Das Aufdoppeln sogar mehr als die dickste Untersparrenlage – dafür schafft es Platz für deutlich mehr Dämmstoff zwischen den Sparren, wo er am wirksamsten liegt. Welcher Weg der richtige ist, hängt vom Zielwert ab und davon, wie viel Kopfhöhe Sie sich leisten können.

Das ist Aufwand, der am Ende nicht sichtbar ist, den Preis aber spürbar beeinflusst. Deshalb messen wir die vorhandene Sparrentiefe beim Ortstermin und rechnen durch, was für Ihren Zielwert nötig ist – bevor irgendwo eine Zahl im Angebot steht.

Praktisch macht sich gute Dämmung doppelt bemerkbar: im Winter an der Heizkostenabrechnung, im Sommer daran, dass der Raum unter dem Dach abends noch bewohnbar ist. Der sommerliche Wärmeschutz wird bei der Planung oft vergessen und ist genau der Punkt, an dem ausgebaute Dachgeschosse ihren schlechten Ruf herhaben.

Drempel, Gauben und Dachflächenfenster

Der Drempel

Die niedrige, senkrechte Wand dort, wo die Dachschräge auf den Boden treffen würde. Sie schafft nutzbare Fläche an den Rändern und schließt den Raum sauber ab. Dahinter entsteht Stauraum, der sich über Klappen erschließen lässt – ein Punkt, den man vor der Beplankung entscheiden sollte, nicht danach.

Gaubenwangen

Die seitlichen Flächen einer Gaube werden wie die Dachschräge gedämmt und beplankt. Sie sind kleinteilig und aufwendiger als die große Fläche – und der Anschluss zwischen Gaube und Hauptdach ist eine der Stellen, an denen Luftdichtheit gewissenhaft ausgeführt sein muss.

Dachflächenfenster

Die Laibung wird ausgeschnitten und mit Gipsplatten bekleidet. Bewährt hat sich: unten waagerecht, oben senkrecht. So kann die Wärme der Heizung an der Scheibe aufsteigen, und das Fenster beschlägt im Winter deutlich seltener.

Gedämmte oberste Geschossdecke auf einem Dachboden mit Randdämmstreifen
Nicht jedes Dach muss ausgebaut werden: Soll der Dachboden ungenutzt bleiben, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke der einfachere und günstigere Weg – mit Randdämmstreifen und luftdicht verklebtem Wandanschluss.

Dachausbau planen: was vorher geklärt sein muss

Einen Dachausbau plant man nicht mitten im Bauen. Die Reihenfolge liegt fest: erst prüfen, dann rechnen, dann bauen – und wer diese Reihenfolge umdreht, zahlt es später zweimal. Was wir vor dem ersten Handgriff klären:

Wer plant, und wer baut?

Für den reinen Innenausbau eines vorhandenen Dachgeschosses brauchen Sie in der Regel keinen Architekten: Wir planen Aufbau, Dämmstärke und Raumaufteilung mit Ihnen vor Ort. Ein Statiker wird nötig, sobald Sie am Dachstuhl selbst etwas ändern – eine Gaube einbauen, einen Sparren durchtrennen, den Drempel höherziehen. Und sobald Wohnraum neu entsteht oder sich die Dachform ändert, ist das eine Sache des Bauamts. Was in Ihrem Fall zutrifft, sagen wir Ihnen beim ersten Termin, bevor Kosten entstehen.

Wie lange dauert ein Dachausbau?

Für die reinen Trockenbauarbeiten an einem üblichen Einfamilienhaus-Dachgeschoss rechnen wir mit zwei bis drei Wochen – Dämmung, Dampfbremse, Unterkonstruktion, Beplankung und Verspachtelung.

Kommen Trennwände für einzelne Zimmer dazu, verlängert sich das entsprechend. Elektro, Heizung und Sanitär laufen parallel und müssen abgestimmt sein – deshalb koordinieren wir auf Wunsch die Gewerke mit unserem regionalen Partnernetzwerk, damit nicht jeder auf den anderen wartet.

Wir sehen uns Ihr Dachgeschoss an

Kostenlose Besichtigung mit Aufmaß in Koblenz und Umkreis – inklusive Einschätzung, was vorher noch geklärt werden muss.

Beratung vereinbaren 0261 – 92163506

Häufige Fragen

Der größte Hebel ist der Dämmstandard. Wird nur die gesetzliche Mindestanforderung erfüllt, ist der Aufbau schlanker und günstiger. Soll der Förderwert von 0,14 erreicht werden, braucht es mehr Dämmstoff - und wenn die vorhandene Sparrentiefe dafür nicht ausreicht, kommt das Aufdoppeln der Sparren als eigener Posten hinzu. Dazu kommen Fläche, Gauben, Dachflächenfenster und die Zugänglichkeit.

Als nutzbar gilt üblicherweise die Fläche ab etwa einem Meter Raumhöhe, voll angerechnet wird sie ab zwei Metern. Wie viel bei Ihnen zusammenkommt, hängt von Dachneigung und Drempelhöhe ab - das lässt sich beim Ortstermin schnell überschlagen.

Wird aus einem Speicher Wohnraum, ist das eine Nutzungsänderung und in vielen Fällen genehmigungspflichtig. Kommen Gauben oder neue Fenster dazu, meist ohnehin. Das klären Sie am besten früh mit der Bauaufsicht Ihrer Kommune.

Das hängt von der vorhandenen Sparrentiefe und vom angestrebten U-Wert ab. Ältere Dächer haben oft schlankere Sparren, als für heutige Dämmstärken nötig wäre. Dann wird entweder aufgedoppelt - üblicherweise um 8 bis 10 Zentimeter - oder mit einer stärkeren Untersparrendämmung gearbeitet, die es von 20 bis 60 Millimetern gibt. Raumhöhe kostet beides, das Aufdoppeln sogar mehr. Dafür schafft es Platz für mehr Dämmstoff zwischen den Sparren. Wir messen das beim Ortstermin und rechnen durch, was für Ihren Zielwert erforderlich ist.

Sie verhindert, dass feuchte Raumluft in die Dämmung gelangt und dort kondensiert. Eine undichte Luftdichtheitsebene führt zu durchfeuchteter Dämmung, Schimmel und im schlimmsten Fall zu Schäden am Sparrenholz - oft erst nach Jahren sichtbar. Deshalb werden alle Stöße verklebt und alle Anschlüsse abgedichtet.

Das ist die häufigste Sorge - und sie ist berechtigt, wenn schlecht gedämmt wurde. Eine ausreichend dicke Dämmung mit hoher Rohdichte verzögert den Wärmedurchgang deutlich. In Kombination mit außenliegendem Sonnenschutz an den Dachfenstern bleiben ausgebaute Dachgeschosse auch im Hochsommer nutzbar.

Ja. Dort verwenden wir imprägnierte Gipsplatten, im Spritzwasserbereich kommt eine Abdichtung unter die Fliesen. Wichtig ist eine ausreichende Lüftung, weil Feuchtigkeit im Dachgeschoss besonders kritisch ist.

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