Wenn Sie im Netz nach Trockenbaupreisen suchen, finden Sie Zahlen zwischen 40 und 150 Euro pro Quadratmeter. Beide können stimmen. Und genau das ist das Problem: Eine Zahl ohne den dazugehörigen Leistungsumfang und ohne Kenntnis der Baustelle sagt nichts aus.
Wir könnten Ihnen hier eine Tabelle hinstellen. Ehrlicher ist es, Ihnen zu zeigen, was Ihren Preis tatsächlich bestimmt. Danach können Sie jedes Angebot – auch unseres – besser einschätzen und wissen genau, welche Fragen Sie stellen sollten.
Bei zwei identischen Trennwänden kann sich der Preis deutlich unterscheiden, ohne dass an der Wand selbst irgendetwas anders wäre. Der Unterschied liegt darin, wie das Material an seinen Platz kommt.
Eine Palette Gipsplatten wiegt über eine Tonne. Steht der Transporter direkt an der Tür, ist sie in einer halben Stunde drin. Sind es 80 Meter über einen Hof oder gilt am Straßenrand ein Halteverbot, das erst beantragt werden muss, sieht die Rechnung anders aus. In der Koblenzer Altstadt und in engen Wohnstraßen ist das eher die Regel als die Ausnahme.
Eine Standard-Gipsplatte misst 2,00 × 1,25 Meter und ist starr. Nicht die Länge ist dabei das Problem, sondern die Breite: An engen Podesten und um ein schmales Treppenauge herum lässt sie sich nicht drehen.
Wenn die Standardplatte nicht hochgeht, bleiben zwei Wege – und beide kosten. Entweder wir arbeiten mit schmalen Platten von 600 Millimetern Breite, die im Einkauf teurer sind. Oder wir teilen die Standardplatten vor Ort, was wiederum Arbeitszeit bindet.
In beiden Fällen kommt dasselbe hinzu: Auf derselben Fläche entstehen doppelt so viele Längsstöße, und jeder Stoß muss verspachtelt, geschliffen und kontrolliert werden. Ein enges Treppenhaus schlägt also bis in die Oberfläche durch – nicht nur in die Transportzeit.
Jede Platte, jeder Sack Fertigspachtel, jedes Profil muss hoch. Und der Bauschutt wieder runter. Ohne Aufzug ist das reine Arbeitszeit, die nichts mit der eigentlichen Wand zu tun hat.
Im leeren Rohbau wird durchgearbeitet. In einer bewohnten Wohnung kommen Staubschutzwände dazu, abgedeckte Möbel, tägliches Aufräumen und Rücksicht auf Nachbarn und Ruhezeiten. Das ist berechtigt und richtig – aber es ist Zeit.
Im Neubau ist alles im Lot. Im Altbau selten. Schiefe Wände, unebene Böden, Balkenlagen aus vier Jahrzehnten. Und was hinter einer alten Verkleidung steckt, sieht man erst, wenn sie unten ist.
Zweilagige Beplankung ist stabiler, deutlich schalldichter und belastbarer. Sie kostet auch mehr Material und mehr Zeit. Für eine einfache Raumteilung reicht oft einlagig. Zwischen Kinderzimmer und Schlafzimmer oder zum Nachbarn hin sieht das anders aus.
Hier wird am häufigsten falsch bestellt – in beide Richtungen. Die vier Stufen nach IGG-Merkblatt bedeuten:
Zwischen Q2 und Q4 liegt ein Vielfaches an Arbeitszeit. Wer pauschal die höchste Stufe bestellt, zahlt für etwas, das er anschließend nicht sieht. Wer zu niedrig bestellt, ärgert sich über jede Unebenheit, sobald die Sonne flach in den Raum fällt.
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Verspachtelung wird je Wandseite gerechnet. Eine Wand mit zehn Quadratmetern hat zwanzig Quadratmeter Oberfläche. Das ist kein Aufschlag, sondern schlicht die Fläche, die bearbeitet wird – aber es überrascht viele beim ersten Angebot.
Beim Dachausbau ist das der größte einzelne Hebel. Nur zwischen den Sparren zu dämmen ist eine Sache. Ein U-Wert von 0,14 mit zusätzlicher Untersparrendämmung, luftdichter Dampfbremse und verklebten Anschlüssen ist eine andere – und kostet deutlich mehr. Dafür bekommen Sie ein Ergebnis, das sich über die Heizkosten zurückrechnet.
Jede Türöffnung braucht verstärkte Ständerprofile und ein Sturzprofil. Jede Ecke und jede T-Verbindung ist eine eigene Position. Eine Wand mit drei Türen ist kein bisschen dieselbe Wand wie eine ohne.
Kleine Flächen sind pro Quadratmeter teurer. Anfahrt, Rüstzeit, Werkzeug und Materialanbruch fallen einmal an, egal ob Sie fünf oder fünfzig Quadratmeter bauen lassen.
Wenn Sie mehrere Angebote vergleichen, achten Sie weniger auf die Endsumme als auf diese Punkte:
Wir könnten eine Tabelle mit Quadratmeterpreisen hier hinstellen. Sie wäre für Ihre Baustelle wahrscheinlich falsch.
Nach über fünfzehn Jahren in Koblenz und Umgebung wissen wir: Zwei Projekte, die auf dem Papier identisch aussehen, unterscheiden sich in der Ausführung regelmäßig um dreißig Prozent – wegen der Zugänglichkeit, wegen des Bestands, wegen Details, die man erst vor Ort sieht.
Eine Zahl, die wir Ihnen jetzt nennen würden, müssten wir nach der Besichtigung korrigieren. Das wäre kein guter Start. Deshalb machen wir es andersherum: Wir kommen vorbei, sehen uns an, was tatsächlich zu tun ist, und Sie bekommen ein Angebot mit klaren Positionen und einem Preis, der hält.
Kostenlose Besichtigung mit Aufmaß – danach wissen Sie genau, woran Sie sind. Unverbindlich und ohne Nachfassen.
Bei klar umrissenen Vorhaben oft ja – eine einfache Trennwand in einem zugänglichen Raum lässt sich telefonisch einschätzen. Bei Dachausbauten oder Altbausanierungen wäre jede Zahl geraten. Dann kommen wir lieber vorbei.
Nichts. Auch dann nicht, wenn daraus kein Auftrag wird.
In der Regel wenige Tage nach dem Termin vor Ort.
Nur, wenn sich der Umfang ändert oder beim Öffnen des Bestands etwas zum Vorschein kommt, das vorher niemand sehen konnte. Wir melden uns in dem Fall vorher – nicht auf der Schlussrechnung.
Ja. Rechnen Sie bei sehr kleinen Flächen aber damit, dass der Quadratmeterpreis höher liegt, weil Anfahrt und Rüstzeit sich auf weniger Fläche verteilen.