Zu laut oder zu hallig – das sind zwei verschiedene Probleme, und sie brauchen zwei verschiedene Lösungen. Wer das verwechselt, baut am Ziel vorbei und wundert sich, dass die teure Wand nichts gebracht hat.
Wir klären zuerst, worum es geht, und bauen dann das Passende: entkoppelte Konstruktionen gegen Lärm von nebenan, absorbierende Flächen gegen Hall im Raum – für Wohnungen, Praxen und Büros.
Wenn jemand bei uns anruft und „besseren Schallschutz“ möchte, ist die erste Frage immer dieselbe: Stört Sie der Lärm von nebenan – oder der Lärm im Raum selbst? Das sind zwei verschiedene Baustellen mit zwei verschiedenen Lösungen.
Der Nachbar, die Wohnung darüber, das Kinderzimmer nebenan. Hier geht es darum, die Übertragung zwischen Räumen zu unterbinden – durch Wände, Decken und Böden. Die Lösung liegt in der Konstruktion: mehr Masse, entkoppelte Bauteile, gedämmte Hohlräume.
Der Raum hallt, Gespräche werden anstrengend, in einem großen Zimmer versteht man einander schlecht. Hier kommt kein Lärm von außen – der Schall wird nur von harten Oberflächen zu oft zurückgeworfen. Die Lösung sind absorbierende Flächen, die Schallenergie schlucken statt sie zu reflektieren.
Eine dicke Trennwand hilft gegen das erste Problem und überhaupt nicht gegen das zweite. Deshalb schauen wir uns vor Ort an, worum es wirklich geht.
Vier Dinge entscheiden, wie viel eine Konstruktion tatsächlich bringt:
Die typischen Schallbrücken – kleine Fehler, große Wirkung
Eine Wand kann rechnerisch hervorragende Werte haben und trotzdem enttäuschen, wenn an einer Stelle geschludert wurde. Die häufigsten Ursachen:
Gegenüberliegende Steckdosen in derselben Wandkammer. Zwei Dosen Rücken an Rücken sind ein direkter Kanal von einem Raum in den anderen. Wir setzen sie versetzt.
Durchlaufender Estrich oder Bodenbelag unter der Wand. Dann wandert der Schall unten herum. Die Wand muss auf einem entkoppelten Anschluss stehen.
Nicht abgedichtete Anschlussfugen. Ein schmaler Spalt zwischen Wand und Decke genügt, um einen großen Teil der Wirkung zunichte zu machen.
Starre Verbindungen zwischen den beiden Seiten einer Doppelständerwand – eine einzelne durchgeschraubte Leitungsschelle reicht.
Wer wirklich Ruhe braucht, kommt an ihr nicht vorbei. Zwei voneinander unabhängige Profilreihen ohne starren Kontakt, jede eigenständig beplankt. Sie ist dicker und aufwendiger als eine einfache Trennwand – und in der Wirkung deutlich überlegen. Sinnvoll zwischen Wohneinheiten, zu Schlafräumen hin und überall dort, wo Vertraulichkeit zählt.
Bei einer abgehängten Decke geben Abhänger die Last an die Rohdecke weiter – und mit der Last wandert auch der Schall. Eine freitragende Decke vermeidet das: Sie spannt frei zwischen den Wänden und berührt die Rohdecke überhaupt nicht.
Konstruiert wird sie mit Wandprofilen statt mit Deckenprofilen: UW-Profile als Randanschluss, dazwischen CW-Profile als Tragprofile. Je nach Spannweite genügt ein Einfachprofil, oder es werden zwei Profile Rücken an Rücken verschraubt. Welche Raumbreite möglich ist, hängt von Profiltyp und Profilbreite ab – und davon, welche Platten daraufkommen: Schwerere Beplankung verkürzt die zulässige Spannweite. Die Herstellertabellen geben das für jede Kombination vor, wir rechnen es vor der Ausführung durch.
Der Hohlraum wird vollständig mit Mineralwolle gefüllt. Das ist die wirksamste Maßnahme gegen Trittschall, die sich von unten umsetzen lässt – ohne dass in der Wohnung darüber gearbeitet werden muss.
Das häufigste Problem in Mehrfamilienhäusern. Wo eine freitragende Decke nicht möglich ist, bringt auch eine abgehängte Konstruktion mit gedämmtem Hohlraum und federnder Befestigung eine spürbare Verbesserung. Wunder darf man nicht erwarten: Wirksamer wäre immer der Aufbau auf der Oberseite. Aber für viele ist das die einzige Möglichkeit, die sie selbst in der Hand haben.
Hier geht es um die Nachhallzeit – wie lange ein Geräusch im Raum nachklingt. Zu lang, und Sprache wird unverständlich, jedes Gespräch anstrengend, ein Restaurant zur Zumutung.
Typische Problemräume haben viel harte Fläche und wenig Weiches: große Fenster, glatte Wände, Fliesen oder Estrich, kaum Textilien. Offene Wohnküchen, Praxen, Büros, Wartebereiche.
Die wirksamste Lösung, weil die Decke die größte zusammenhängende Fläche im Raum ist. Wir arbeiten mit Lochplatten und Akustiksystemen von Rockfon, OWA und Ecophon – von der geschlossenen, gelochten Gipsplattendecke bis zur abgehängten Rasterdecke.
Der Absorber liegt dabei im Hohlraum hinter der Lochung. Deshalb sind Lochbild und Vlies keine Optik-, sondern Funktionsentscheidungen – sie bestimmen, welche Frequenzen geschluckt werden.
Wo eine geschlossene Decke nicht möglich oder nicht gewollt ist, arbeiten wir mit abgehängten Segeln oder Wandelementen. Sie decken weniger Fläche ab, lassen sich aber gezielt dort platzieren, wo sie am meisten bringen.
Privat: hellhörige Wohnungen, Trittschall von oben, hallende Wohnküchen, Heimkino und Musikzimmer.
Praxen: Vertraulichkeit im Behandlungsraum, ruhiger Wartebereich – hier ist Schallschutz nicht Komfort, sondern Voraussetzung für vertrauliche Gespräche.
Büros: Besprechungsräume, Großraumbüros, Telefonzonen.
Gastronomie und Einzelhandel: Räume, in denen sich Gäste unterhalten können sollen, ohne die Stimme zu heben.
Was den Preis beeinflusst, können Sie auf unserer Seite zu den Kostenfaktoren nachlesen.
Kostenlose Besichtigung in Koblenz und Umkreis. Wir klären vor Ort, ob es um Schallschutz oder Raumakustik geht – und was tatsächlich hilft.
Zuerst muss geklaert werden, worueber der Schall kommt: durch die Wand, ueber die Decke oder unten herum. Danach richtet sich die Loesung - eine Vorsatzschale vor der Wand, eine abgehaengte Decke gegen Trittschall oder beides. Ohne diese Klaerung baut man moeglicherweise am Problem vorbei.
Sie kann deutlich helfen, wenn sie freistehend ausgefuehrt wird - also ohne starre Verbindung zur bestehenden Wand - und der Hohlraum vollstaendig gedaemmt ist. Wird sie direkt an die Wand geschraubt, bringt sie wenig bis gar nichts. Die Entkopplung ist hier alles.
Teilweise. Eine abgehaengte Decke mit gedaemmtem Hohlraum und federnder Befestigung bringt eine spuerbare Verbesserung. Wirksamer waere immer der Aufbau in der Wohnung darueber - aber die hat man meist nicht in der Hand.
Schallschutz verhindert, dass Laerm von einem Raum in den anderen gelangt. Raumakustik regelt, wie es im Raum selbst klingt - also wie stark es hallt. Eine dicke Wand hilft beim Ersten und gar nicht beim Zweiten. Deshalb klaeren wir vorher, welches der beiden Probleme Sie haben.
Nein, dafuer ist sie nicht gemacht. Eine Akustikdecke schluckt Schall im Raum und verkuerzt den Nachhall. Gegen Uebertragung von aussen braucht es eine andere Konstruktion - gedaemmt, entkoppelt, mit ausreichend Masse.
Ja. Gerade in Praxen ist Schallschutz keine Komfortfrage, sondern Voraussetzung dafuer, dass Gespraeche vertraulich bleiben. Wir setzen Trennwaende mit erhoehtem Schallschutz, Akustikdecken und Absorberflaechen um - auf Wunsch ausserhalb Ihrer Sprechzeiten.